Deutschland: Rollenspieler als Russe für NATO-Kriegseinsätze

Das „offizielle Hauptstadtportal“ Berlin.de veröffentlicht ein Stellenangebot für Helfer/Helferin. Ab 26. April werden Russisch-Rollenspieler gesucht für Trainingseinsätze der US-Army. Es wird die russische Zivilbevölkerung in Krisengebieten dargestellt. So werde ein realitätsnahes Übungsszenario für die US-Soldaten und eine optimale Vorbereitung für deren Auslandsmission erreicht.

Tätigkeitsbeschreibung :
Die Teilnehmer spielen kleine Statistenrollen wie z. B. ein Viehzüchter, Ladenbesitzer oder auch der Bürgermeister eines Dorfes in Afghanistan der hin und wieder auch mit den anwesenden U.S. Streitkräften vermittelt und verhandelt. Auf dem Übungsgelände sind bis zu 10 Dörfer künstlich angelegt die jeweils aus 10 bis 30 Häusern bestehen.

http://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/stellenangebote/index.php/de/detail/10000-1152039603-S

Deutsche Darsteller und die anderer Nationalitäten sollen gute Russischkenntnisse mitbringen und Russen darstellen (Russisch – Rollenspieler /innen für NATO Übungen gesucht. Die USA-Army hat mehr als genügend Gelegenheiten in den Trockengebieten der USA für Afghanistan zu üben. In Afghanistan sprechen die Leute kein Russisch, und es gibt dort auch so gut wie keine Russen.
Kleine Dörfer wurden mit Wasseranschlüssen, Toiletten, Elektrizität und Heizung ausgestattet, Es handelt sich um die Simulation eines afghanische Dorfes, was zumeist nicht über solche Einrichtungen verfügt.
Die Einsätze finden durchgehend auf dem Truppenübungsgelände Hohenfels statt, nicht im trockenen, wüstenähnlichen, oder hochgebirgigen Afghanistan. Der Truppenübungsplatz Hohenfels ist mit 160 km2 sehr groß. Der Hauptstützpunkt befindet sich im Albertshof.

Nördlich vom Hauptsitz Albertshof ist ein großes Waldgelände mit vielen Wegen und Straßen und einigen Übungsdörfern.

Wikipedia:

„Seit 1999 finden in Hohenfels auch komplexe Übungen mit zivilen Komparsen („Civilians on the Battlefield“, COB) für jeweils ungefähr drei Wochen statt. Während dieser Zeit halten sich die Statisten durchgehend auf dem Truppenübungsplatz auf, um die Zivilbevölkerung eines Krisengebietes (vom einfachen Farmer über geschulte Übersetzer bis hin zum hohen Regierungsbeamten) darzustellen. Durch dieses möglichst realitätsnahe Szenario üben Soldaten die interkulturelle, teils mehrsprachige Kommunikation und soziale Interaktion mit lokalen Einwohnern eines Einsatzgebietes, um so Eigenheiten und Problematiken des simulierten Landes kennenzulernen. Hierdurch werden die Soldaten für orts- und landesspezifische Probleme, Engpässe und Konflikte sensibilisiert, trainieren die Unterscheidung militärischer Ziele bzw. Bedrohungen von zivilen Personen/Angelegenheiten und üben den Umgang sowie die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitskräften und Hilfsorganisationen vor Ort.
Die Arbeits- und Lebensbedingungen wurden von manchen Teilnehmern als inakzeptabel geschildert. Der Arbeitsrechtler Peter Wedde kennzeichnet die Arbeitsverhältnisse als „Ausbeutung pur“ und beurteilt die Entlohnung (ca. 90 Euro am Tag bei 24 Stunden Bereitschaft) als sittenwidrig.“

Als Statist auf dem amerikanischen Kriegsübungsgebiet

https://www.youtube.com/watch?v=OpjxXPcd53Q

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