Afrika: Kriegsherren, Konzerne, Schmuggler und die Plünderung

Afrika ist äußerst reich an Rohstoffen, wie Erdöl, Gold, Diamanten, Uran, Kupfer, Eisenerz, Bauxit. Ebenfalls Coltan, das immer mehr für die Massenproduktion von Handys gebraucht wird. Die Frachtladungen dieser Produkte gehen hauptsächlich nach Nordamerika, Europa, vermehrt auch nach China.

Diese Naturschätze werden von multinationalen Unternehmen ausgebeutet. Die systematische Plünderung all dieser Reichtümer erfolgt in Zusammenarbeit mit einflussreichen Mitgliedern afrikanischer Regierungen und deren Hintermännern. Sie basiert auf diskreten Komplizenschaften, geheimen Abmachungen, mafiösen Geschäftsverbindungen, Schmugglernetzen, regelmäßige Bestechungen und privaten Bereicherungen auf Kosten der Bevölkerung. Die an den neuen Imperien beteiligten Regierungen legen nationalen Institutionen oder Parlamenten keine Rechenschaft ab.

Die Ausbeutung begann schon vor der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten, als Shell bereits Erdöl aus dem Boden Nigerias pumpte. Sie hat eine lange Tradition, die in die Kolonialzeit zurückgeht.
(z.B. Cecil Rhodes in Südafrika oder König Leopold II. im früheren Belgisch-Kongo)

Über 300 000 Nigerianer verloren ihre Arbeitsplätze in der Textilindustrie durch Billigimporte aus China, die skrupellose, einheimische Millionäre über Schmuggelwege organisierten. Mehr als eine halbe Million Bauern waren gezwungen, die Baumwollproduktion aufzugeben, die für die einst bestehenden 175 Textilfabriken bestimmt war.

In Nigera leben fast zwei Drittel der Bevölkerung von weniger als 1,25 Dollar am Tag. Arbeitslose Jugendliche lassen sich von Terrororganisationen wie Boko Haram anziehen. Nigeria erlebt keinen Boom, sondern einen Abstieg in die Armut.

Im Nigerdelta haben sich Milizen und Verbrecherbanden organisiert und gleichzeitig schließt die Ölfirma Shell dubiose, dunkle Geschäftsvereinbarungen mit der Regierung ab. Oft kommt es zu gewalttätigen Konflikten, wenn sich die lokale Bevölkerung gegen diese Beraubung und gegen die Umweltverschmutzung durch Erdöl zur Wehr setzt.

Vieles läuft über einflussreiche Mittelsmänner wie den Chinesen Sam Pa, Präsident des für Infrastrukturarbeiten zuständigen Unternehmens namens „China International Fund“ und Leiter der mächtigen „Queensway-Gruppe“, die sowohl in Hongkong als auch in Singapur angesiedelt ist.
Er half in Angola etwa bei der Gründung der „Futungo GmbH“, die einen Machtkomplex im Ölbereich aufbaute, hinter dem sich private Händler und Mitglieder der Regierung und der Armee verstecken.

Im Osten des Kongos hat der Coltanhandel zur Finanzierung lokaler Milizen und ausländischer Armeen beigetragen. Seit zwei Jahrzehnten wird dieses Gebiet terrorisiert und zu einem Schauplatz unzähliger lokaler Kriege verwandelt. Nur ein kleiner Anteil der Milliarden Dollar, die die Bergbauindustrie im Kongo an Einkünften generiert, fließt in den mageren Haushalt des Landes.

In Guinea lässt der neu gewählte Präsident Alpha Condé Verträge im Eisenerzbereich, die seine Vorgänger, brutalste Diktatoren, mit korrupten rivalisierenden Potentaten und Bergbaugesellschaften abgeschlossen hatten, überprüfen und zum Teil auffliegen.

Niger, eines der ärmsten Länder Afrikas, nimmt im Erdölsektor Geschäftsverbindungen mit China auf und kann so seine Wirtschaftsbeziehungen diversifizieren und die einseitige Abhängigkeit von Frankreich abschwächen. In den letzten Jahren wurden zwei Drittel der afrikanischen Ausgaben für Infrastruktur durch China finanziert und zum großen Teil auch von China gebaut.

In Angola wurden zwischen 2002 und 2012 jährlich 15 Milliarden Petrodollar in Verträge für den Bau von Straßen, Wohnungen, Eisenbahnlinien und Brücken investiert.

Die ehemaligen Kolonialmächte England, Frankreich, Belgien, Portugal, Italien, Spanien, Deutschland und Niederlande haben Afrika unter sich aufgeteilt, ohne Rücksicht auf die Volks- und Stammeszugehörigkeit der dortigen Einwohner.

China bohrt im Amazonas Regenwald nach Öl | China Unzensiert

https://www.youtube.com/watch?v=XUO0bbg4cr0

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