Ukraine: Die ökonomische Politik der Regierung in der Volksrebublik Donezk

Der Eigentümer der Charzysker Filiale, der Privaten Aktiengesellschaft „Stalkanat- Sulir“, der Fabrik „Sulir“ hat die Einstellung: „Wenn ich Dich nicht bekomme, bekommt Dich niemand.“ Der Eigentümer hat sich selbst aus der Leitung zurückgezogen und 1500 Menschen arbeitslos werden lassen.

Von 2004 bis 2016 haben die Aktionäre dieser Fabrik mehrfach gewechselt, bis im August 2016 der ehemalige Gouverneur des Oblast Odessa Wladimir Nemirowskij 100% Fabrik übernahm.
Bis dahin waren in der Fabrik acht Hauptwerkhallen zur Produktion von Draht, Seilen, Stahlcord und anderen Kleineisenteilen in Betrieb und verfügte über mehr als 6.000 Mitarbeiter. In den Jahren 2000 bis 2004 wurden in der Fabrik vier thermische Anlagen gebaut, einschließlich einer Anlage der belgischen Firma FIB, eine thermische Verzinkungsanlage, eine Verzinkungsanlage der belgischen Firma FIB. Weiterhin wurde die Werkhalle für Stahlcord renoviert, was es erlaubte, die Produktion von Stahlcord von 90 Tonnen auf 600 Tonnen im Monat zu erhöhen.
Heute gibt es noch 1050 Beschäftigte und drei in Betrieb befindliche Werkshallen für die grundlegenden Produktarten.

Während seiner Leitung hat der „effektive Eigentümer“ das Kollektiv des Unternehmens auf die Straße gesetzt, das Gebäude der Stahlproduktionshalle Nr. 2, die Ausstattung von zwei Einrichtungen der Strahlproduktionshalle Nr.1, die Werkshalle für Metallüberzüge sowie die Seilereiausrüstung der Werkhalle für Drahtcord zu Altmetall zerschlagen und bis auf die Ziegel auseinandergenommen. Die Wärmeenergiezentrale der Fabrik wurde zusammen mit dem der Elektrogeneratorausrüstung zum Abriss verkauft.

In den Jahren der „effektiven Leitung“ hat man sich keine neuen Produktionstechniken angeeignet und das Sortiment der Produkte ging zurück. Dies betrifft in erster Linie die Einstellung der Produktion von Stahlcord, der schwierigsten und teuersten Produktart der Fabrik. Es gab nur eine Werkhalle davon in der Ukraine! Im Jahr 2004 wurden Verhandlungen mit den Granden der Reifenindustrie, der Firma „Michelin“ ( Frankreich) und dieFirma „Pirelli“ (Italien) über die Lieferung von Produkten geführt.

Für die Erlöse aus dem Verkauf der Wärmeenergiezentrale und des Altmetalls wurden in der Fabrik in zwölf Jahren ein thermisches Aggregat und fünf Minidampfkessel gebaut. Diese Objekte können in keiner Weise als – mit Hilfe äußerer Investitionen – gebaut betrachtet werden, sondern man kann sagen, dass die Eigentümer die Fabrik „Silur“ zielgerichtet zerstört haben, um die Odessaer Fabrik „Stalkanat“ zu entwickeln. Angemerkt sei, bis zur Vereinigung unter einem Eigentümer waren die Fabriken Konkurrenten.

Bis September arbeitete die Fabrik nur dank der selbstlosen Arbeit ihrer Arbeiter weiter. Arbeiten für ein Butterbrot,! Alle Gewinne gelangten wie üblich zum Eigentümer – dem Odessaer Unternehmen, dass sich im Prinzip von der Lösung problematischer Fragen des Unternehmens und Investitionen in dessen Entwicklung zurückgezogen hatte. Außerdem zahlte das Unternehmen keine Steuern an das Finanzamt.
Dies führte zur Anhäufung von Schulden für den bezogenen Strom sowie zu Lohnrückständen.

Die Situation in der Fabrik verschärfte sich, im September dieses Jahres, nach einem weiteren Produktionsstopp und dem „Einfrieren“ des Arbeitsentgelts.Bei einer Kundgebung, Anfang November, wandten sich die Arbeitermit mit zahlreichen Aufrufen an die Regierung der Republik und äußerten die Bitte, das Unternehmen in die Donezker Volksrepublik umzuregistrieren und die Wiederinbetriebnahme der Produktion zu unterstützen.

„Ich arbeite sei 1982 in der Fabrik und kenne die Produktion seit sowjetischen Zeiten“, sagte mit Schmerz in der Stimme der Installateur von „Silur“ Grigorij Alexejewitsch Denisow. „Die Fabrik war immer ein führendes Unternehmen des Kleinmetallbereichs der UdSSR und der Ukraine. Aber seit der Zeit, als im Jahr 2008,wie man bei uns sagt, Odessiten Eigentümer wurden, hörte die Fabrik auf eine Fabrik zu sein, wurde eine Filiale. Dem Kollektiv wurde eine Fabrik versprochen, aber tatsächlich wurde sie vernichtet. Ich habe mich damals mit dem neuen Direktor unterhalten – Sergej Fajermark, der sagte, dass in dieser Fabrik 1500 Personen ausreichend sind. Dieser Direktor hat seinen Plan übererfüllt und wurde Abgeordneter der Obersten Rada und die Menschen wurden arbeitslos. Bei allen Eigentümern, außer denen aus Odessa, sprachen die Leiter auf menschliche Weise mit den Arbeitern, aber jetzt nur Schreie und Flüche. Wir sind der Führung der DVR dankbar, dass in der Fabrik endlich mit der Arbeit an der Inbetriebnahme begonnen wird und arbeiten können wir.

Die Arbeiter sagen, dass sie eines brauchen: Die Möglichkeit zu arbeiten, einen angemessenen Lohn, um ihre Familien zu ernähren, und Almosen von zwei Dritteln der Tarife des Jahres 2015 lösen die Fragen nicht.
Die Führung der Republik behandelt derzeit die Frage einer zwangsweisen Einführung einer zeitweiligen Leitung in dieser Fabrik, die Durchführung einer Inventarisierung und im Folgenden die Schaffung eines staatlichen Unternehmens auf der Basis dieser Fabrik.

Sobald dies den ukrainischen Behörden bekannt wurde, fingen die „unabhängigen“ Medien in den besten Traditionen an zu wehklagen, dass die Terroristen die Fabrik auf der Suche nach Metall zersägten und dieses wegschafften“.
Es wurden dem übrig gebliebenen Mitarbeiternv des Unternehmens „Glücksbriefe“ von der Leitung der Fabrik geschickt, in denen ihnen gnädig Urlaub auf eigene Kosten bis April des nächsten Jahres mit der lächerlichen Kompensation von 2000 Rubel monatlich vorgeschlagen wurde. Auch wurden denen, die in das Unternehmen gehen und so die Regierung der Republik unterstützen, „fröhliche Folgen“ versprochen, von denen die Entlassung noch die humanste ist.

Derzeit legt das Ministerium für Industrie und Handel der Republik alle Anstrengungen in den Erhalt der Fabrik und die Wiederaufnahme ihrer Arbeit.

„Wir können nicht die Schließung eines für die Stadt zentralen Unternehmens zulassen, so dass Hunderte ihrer Mitarbeiter nicht mehr benötigt werden. Schon jetzt werden aktive Arbeiten zur Inbetriebnahme des Unternehmens durchgeführt, die Gaszufuhr ist wieder aufgenommen, es werden Fragen der Versorgung des Unternehmens mit Rohstoffen gelöst, Fragen des Absatzes der Produkte bearbeitet. Es werden andere aufgelaufene Probleme gelöst, denn die Produkte dieser Fabrik haben nicht nur Bedeutung für die Industrie der Republik, sie werden auch von Staaten der Zollunion nachgefragt, Verhandlungen laufen schon, sagte der Ministers für Industrie und Handel, Alexej Granowskij.

Ein gutes Beispiel für eine solche „Wiedergeburt aus dem Nichts“ ist die Geschichte des Wiederaufbaus des staatlichen Unternehmens „JuMS“, das aktiv für die Wiederinbetriebnahme vorbereitet wird. Diese Erfahrung des Ministeriums für Industrie und Handel zeugt davon, dass eine solche Praxis für viele aufgegebene Unternehmen eine wirkliche Rettung aus den „tödlichen Umarmungen“ der Ukraine ist.

Quelle: mptdnr.ru
Auszüge von: alternativepresseschau

Öffentliche Medien

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