Glyphosat: Missbildungen und Totgeburten

Die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat wurde von den zuständigen Gremien bis Ende Juni 2016 auf europäischer Ebene verlängert.

Landwirte berichten, dass die Fruchtbarkeit ihrer Schweine und Kühe deutlich reduziert wird, wenn sie Futter verwenden, das mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde.

Der dänische Landwirt Ib Borup Pedersen berichtet von totgeborene Ferkel aus seinem Mastbetrieb, die als Zwitter geboren wurden, einen offenen Rücken hatten oder einen elefantenförmigen Kopf.
Er hat berechnet, dass die Häufigkeit dieser Missbildungen direkt abhängig ist von der Restmenge an Glyphosat im Futter.

„Bei 1,3 mg Glyphosat pro kg Futter ist es eines von 529 Ferkeln, bei 2,6 eines von 240. Das ergibt eine gerade Linie wie mit dem Lineal gezogen. Je höher die Dosis, desto höher die Anzahl der Missbildungen.“

Dr. Roland Solecki vom Bundesinstitut für Risikobewertung, warnt im Zusammenhang mit Glyphosat jedoch nur vor sehr starken Augenreizungen. „Wir haben außerdem festgestellt, dass die Verwendung von Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln kein Risiko für krebserzeugende Wirkung, für reproduktionstoxische Wirkung hat, keine endokrinen Effekte bewirkt, nicht neurotoxische, immuntoxische Wirkungen hervorruft, wenn es entsprechend den Vorgaben verwendet wird und das natürlich auf Basis der von uns ausgewerteten, umfangreichen Studien.“

Laut Aussage von Dr. Martin Tang Sorensen, Physiologe an der Universität Aarhus gebe es ein Patent über die antibiotische Wirkung von Glyphosat auf Bakterien. Es reduziere jedoch mehr die nützlich wirkenden Bakterien im Darm von Säugetieren, die zu einer guten Verdauung benötigt werden. Krankmachende Bakterien hingegen würden mehr Glyphosat vertragen.

„So verändert es das bakterielle Gleichgewicht zu Gunsten der krankmachenden Bakterien – auf Kosten der nützlichen.“ Schweinezüchter würden diese Wirkung z.B. in Form von Durchfällen bei Schweinen bemerken.
Es könnte sein, dass Verdauungsbeschwerden, Unverträglichkeiten usw. bei Menschen ebenfalls mit Glyphosatresten in unserer Nahrung in Verbindung stehen.
Laut einer Studie der Universität Göttingen werden 39% der deutschen Ackerflächen mit glyphosathaltigen Pflanzen-Schutz-Mitteln behandelt, darunter Raps, Gerste, Weizen, Silomais und Roggen.

Gilles-Eric Seralini, ein Molekularbiologe an der Universität Caen hatte bei seinen Studien über die Wirkung von Glyphosat auf die Organe von Ratten eine krebserzeugende Wirkung festgestellt. Er betrachtet Glyphosat nicht nur isoliert, wie dies in den offiziell anerkannten Studien geschieht, sondern in Kombination mit den weiteren Bestandteilen eines Pflanzenschutzmittels, genau so wie es in der Praxis verwendet wird.

„Die Industrie schweigt darüber, was in der Pestizidmischung ist. Wir analysierten sie daraufhin einzeln. Etliche sind tausendmal toxischer und wirken auch bei niedrigen Dosen. Das heißt, sie haben hormonelle Wirkungen, die Brustkrebs, aber auch andere Krankheiten verursachen können.“ sagt Seralini.

Er ist höchst besorgt über die gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen: „Ich würde nicht in Ruhe sterben können, wenn ich verschweigen müsste, was wir herausfinden. Da mache ich mir keine Gedanken darüber, ob Monsanto oder Syngenta oder andere. Mich beunruhigt vielmehr… die Zusammenwirkung dieser Schadstoffe und dass viele Kinder weltweit durch diese Mischung sterben werden.“

Eine mutige und höchst bewundernswerte Einstellung dieses Wissenschaftlers, die jedoch nicht ohne Konsequenzen geblieben ist. Zum Jahresende wird der Großteil seines Teams von der Universität entlassen. .

Nicht nur die massenhafte Verabreichung von Aluminium und Fluor macht zunehmend offensichtlich, dass durch immer extremere Gifte, eine starke Verringerung der Population stattfinden wird.

Verbraucher beeinflussen durch das Konsumverhalten den Markt – die Nachfrage steuert das Angebot. Bei den aluminiumfreien Deodorants sind bereits sichtliche Erfolge zu verzeichnen, viele große Hersteller bieten bereits Deos „frei von Aluminiumsalzen“ an.

Die Abgeordneten des Bundestages stimmen am Donnerstag erneut namentlich über die Wiederzulassung von Glyphosat ab. Diesmal geht es um den Vorschlag der EU-Kommission, dem Wirkstoff eine Zulassung von 10 Jahren zu erteilen. Die Bundesregierung will mit Ja votieren.

Deutschland und weitere 17 EU-Ländern, sind für eine grundsätzliche Verlängerung der Glyphosat-Zulassung. Frankreich will gegen die Wiederzulassung von Glyphosat stimmen. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal sagte: „Im Hinblick auf die zukünftigen Generationen, bestätige ich, dass Frankreich sich am 18. Mai gegen die Erneuerung der Zulassung von Glyphosat, einer krebserregenden Substanz, wenden wird“

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