USA: Pentagon kündigt weltweite Ausdehnung von Militärbasen an

Die Vereinbarungen zur Erweiterung der US-Basen werden mindestens vier neue groß angelegte Basen bzw. „Drehkreuze“ beinhalten, einschließlich neuer Einrichtungen in Ost- und Westafrika sowie Afghanistan, neben einer größeren Zahl kleinerer Lager bzw. „Ausläufer“.

Die neuen Basen, die das Pentagon als „dauerhafte“ Basen bezeichnet, werden Streitkräfte unterbringen, die von einigen Dutzend bis hin zu 5.000 Soldaten bei den größten Knotenpunkten reichen, erklärten die ungenannten Militärbeamten.

Westafrika ist ein Hauptschwerpunkt der erweiterten Basenpläne und wird eines der größeren Zentren unterbringen. Die westafrikanischen Staaten Niger und Kamerun sind die einzigen Länder, die im Times-Bericht als Standorte kleinerer Ableger-Basen aufgelistet werden.

Das Pentagon plant den Bau eines größeren Knotenpunkts nahe Erbil im Nordirak, wo US-Spezialkräfte bereits seit Monaten Kampfoperationen durchführen. US-Spezialeinsatzkräfte, die mit den „Expeditionstruppen” verbunden sind. Diese sind bereits dabei, Standorte dort einzurichten.

Die neuen Basen stellen lediglich die letzte Entwicklungsstufe des metastasenartigen Wachstums von Washingtons Militärapparat dar. Laut der offiziellen Liste an US-Überseebasen, sind die US-Streitkräfte stationiert in Afghanistan, Australien, Bahrain, Belgien, Brasilien, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Bulgarien, Dschibuti, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Grönland, Honduras, Israel, Italien, Japan, Katar, Kosovo, Kuba, Kuwait, Niederlande, Norwegen, Oman, Portugal, Rumänien, Saudi-Arabien, Singapur, Spanien, Südkorea, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate.

Die letzten Wochen haben verdeutlicht, dass die USA noch eine weitere Ausdehnung ihrer Kriege im Nahen Osten vorbereitet. Die neuerliche Ankündigung, die vom Pentagon übermittelt wurde, demonstriert, dass die Eskalation der US-geführten imperialistischen Kriege in Irak und Syrien von einer allgemeinen militärischen Vorbereitung begleitet wird, die viele weitere Gebiete des Globus umfassen wird.

Die neuen Basen werden eine weitere Ausdehnung an Menschenjagden, Entführungen und anderen Aufstandsbekämpfungsmaßnahmen erleichtern, die seit 2001 unter dem Banner des weltweiten US-amerikanischen Antiterrorkrieges von militärisch-geheimdienstlichen US-Führungskadern eingefädelt werden und sich über immer weitere Gebiete des Planeten ausdehnen.

Die Basen werden als Startrampen für eine weitere Expansion des US-Militärs und von Geheimdienstaktivitäten in Osteuropa, Zentralasien sowie des ganzen indo-pazifischen Raums und in jedem bedeutsamen Winkel Afrikas fungieren.

Indem Verteidigungsminister Ashton Carter eine Erklärungen abgab, um die Expansionspläne bezüglich der Basen zu verteidigen, behauptete er, dass der allgegenwärtige Charakter der ISIS-Bedrohung eine permanente globale Präsenz erfordere, die leicht bis in jede Ecke der Welt dringen könne.

„Weil wir die Zukunft nicht vorhersagen können, werden diese regionalen Knotenpunkte – von Morón, Spanien bis Jalalabad, Afghanistan – für eine vorgerückte Präsenz sorgen, um auf eine Spannbreite an Krisen zu reagieren, sowohl terroristischer als auch anderer Art. Die neuen Basen werden unilaterale Krisenreaktionen ermöglichen, Aufstandsbekämpfungs-maßnahmen, oder Schläge gegen Ziele von hohem Stellenwert“, so Carter.

Der US-Vorsitzende der Vereinigten Generalstabschefs, Joseph Dunford, behauptete in ähnlicher Weise Anfang des Monats, dass ISIS auf einer „globalen Dynamik” basiere, die es unmöglich mache, die Gruppe innerhalb einer begrenzten Liste von Ländern zu bekämpfen.

Kürzliche Operationen in Osteuropa haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, was für die neuen Drehkreuze und Ausläufer geplant ist: Etwa 400 US-Soldaten wurden bei vorgeschobenen Operationsbasen in der West-Ukraine stationiert, wo sie Informationen über russische Streitkräfte sammeln, die in der Nähe der östlichen Grenze zu Russland stationiert.

Geheimdienstinformationen, die mit Hilfe von militärischen Spionageaktivitäten gesammelt wurden, werden bereits genutzt, um neue Trainingsprogramme für die Haupt-Infanterieschule der US-Armee auf dem europäischen Kontinent zu entwickeln, die sich in Deutschland befindet.

Okinawa: Disneyland statt US-Militärbasis?

www.youtube.com/watch?v=CT4R2M5-HBA

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