Das VW – Geständnis ist eine Katastrophe

Der  größte  Fehler in der Krise von VW  liegt im  Geständnis betrogen zu haben.

Wenn wir  gelernt haben, das wir zu  unseren Taten und Fehlern stehen, so ist das moralisch sicherlich in Ordnung – jedoch im Fall von VW wirtschaftspolitische Dummheit die den Konzern vernichten könnte.

Herr Winterkorn hat den Betrug bereits eingeräumt und damit ein vorbehaltloses Schuldanerkenntnis unterzeichnet.

Das ist aus Sicht der US-Behörden  eine Kapitulationserklärung von VW. Das hebt den Fall in eine völlig andere Dimension.

Durch die Sammelklagen kann es am Ende ein Vielfaches dieser immer kolportierten  18 Milliarden Strafzahlungen werden, denn der  Konzern  bedachte  in seiner ersten Reaktion die  zivilrechtliche Seite in den USA  nicht.

Anstatt  sich über die Ursachen  bedeckt zu  halten, wie es denn zu diesen  Fehlern gekommen ist , hat man  naiv,  im guten Glauben ein Geständnis abgelegt.

In den USA gibt es kein kodifiziertes Recht wie in Deutschland, sondern ein Rechtssystem, das auf Fällen basiert, die in der Vergangenheit entschieden wurden. Zudem kommen Strafschadensersatzansprüche zur Anwendung – sogenannte punitive damages – die ein ethisch-moralisches Fehlverhalten sanktionieren und das schärfste Schwert des amerikanischen Zivilrechts sind.
Am Ende entscheidet regelmäßig ein Geschworenengericht – also Laien.

In Deutschland dagegen besteht ein  Haftungsrecht, das auf die Interessen der Unternehmen und gerade nicht auf jene  von Verbrauchern und Opfern zugeschnitten ist.

Der Konzern hat nun keinen Spielraum mehr sich  zu  verteidigen, da Herr Winterkorn  den Betrug bereits eingeräumt hat und damit ein vorbehaltloses Schuldanerkenntnis unterzeichnet hat.

Das ist aus Sicht der USA  eine Kapitulationserklärung von VW.

Bei Sammelklagen entscheiden  praktisch immer Laien.

Damit Berufsrichter entscheiden, müssen beide Parteien zustimmen. Aber das tun die Kläger natürlich nicht. Die wollen die Verfahren über Emotionen führen und intensivieren.

Da wird es unter anderem um Kinder und Asthmakranke gehen, die vermeintlich zu viele Schadstoffe eingeatmet haben und dadurch zusätzlich belastet wurden. VW dürfte noch nicht wirklich eine Vorstellung davon haben, mit welchen gigantischen Schadensersatzforderungen die Amerikaner aufwarten werden.

Wirkt sich das Eingeständnis von Fehlverhalten  in Europa meist  strafmildernd  aus, so  wird  das in den USA im gegenständlichen Fall  das Gegenteil bewirken.

Aus heutiger Sicht muss man davon ausgehen, das die VW Aktiengesellschaft, welche sich durch ein öffentliches Geständnis zum Totalschaden manövriert hat,  zigtausende Beschäftigte abbauen und sogar einige Marken des  Konzerns  verkaufen wird  müssen, um am Ende weiter  bestehen zu können.

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