Tester: Grüner Tee oftmals mit Schadstoffen belastet

Stiftung Warentest: Nur fünf Grüntees erhielten gute Bewertung

Grüner Tee galt bis jetzt immer als sehr gesund. Dem Aufguss werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt.

Vor rund einem Jahr stellte die Stiftung Warentest fest, dass viele Schwarzteesorten stark mit Stoffen belastet sind, die unsere Gesundheit schädigen.

Nun testete die Stiftung grünen Tee, leider mit ähnlich schlechten Ergebnissen.

Getestet wurden 25 verschiedene Produkte. Egal ob lose, in Beuteln oder in Kapseln, jeder Tee wurde ausführlich auf Schadstoffe untersucht. Das Ergebnis war überraschend: In jeder der Proben fanden sich Schadstoffe.

Die getesteten Produkte unterschieden sich außerdem stark im Preis. Die Preisspanne schwankte von 87 Cent bis 83 Euro je 100 Gramm.

Einige der Grünen Tees waren so stark belastet, dass sie auf Dauer die Gesundheit gefährden können, warnt die Stiftung Warentest.

Sieben Produkte waren so stark belastet, dass sie mit „mangelhaft“ beurteilt wurden. Sieben weitere Grüntees erzielten im Test lediglich die Bewertung „ausreichend“. Nur fünf enthielten sowenig von den unerwünschten Substanzen, dass sie mit „gut“ bewertet wurden.

Insgesamt ist die Schadstoffbelastung des Grünen Tees damit durchaus kritisch zu bewerten.

Bei regelmäßigem Konsum ist ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen

Vor einem Jahr fand die Stiftung in jedem getesteten Schwarztee schädliche Substanzen, in geringen bis hohen Mengen. Jetzt ergab der aktuelle Test mit Grüntee vergleichbar schlechte Ergebnisse.

Bei höherem, regelmäßigen Konsum von einigen Waren sei ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen, warnt die Stiftung. Der Test ergab aber auch, dass sich hohe Schadstoffgehalte in Tee vermeiden lassen. Fünf Produkte schnitten gut ab. Darunter waren drei Tees in Beuteln, ein Kapseltee und ein Matcha (zu feinstem Pulver zermahlener Grüntee – Matcha gilt als eine besonders edle Teesorte und ist entsprechend teuer). Die besten losen Tees erreichten lediglich die Note „befriedigend“.

Krebserregende Substanzen im Tee
In neun der 25 getesteten Tees fanden die Prüfer potenziell krebserregende Substanzen: Pyrrolizidinalkaloide und Anthrachinon. Nach Auffassung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) können Pyrrolizidinalkaloide vollständig in den Teeguss übergehen, erklärte die Stiftung Warentest.

Guter Grüntee kann durchaus Gesund sein

Wenn in Grünem Tee nicht zu viel Schadstoffe oder gesundheitsschädliche Rückstände enthalten sind, kann dieser durchaus ein gesundes Getränk sein.

Tee enthält Stoffe wie Polyphenole, Flavonoide, Catechine, Gerbstoffe (Tannine) und Fluorid. Diesen werden positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben, erklärte Armin Valet gegenüber der dpa.

Früher Studien hatten darüber hinaus bereits seine Wirkung als gesunder Radikalfänger nachgewiesen und Hinweise auf eine positive Wirkung des Grüntees auf das Gehirn ergeben.

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