Versprechen  „Wir heben die Sonne der Hoffnung über unser Griechenland“

Nach dem Rücktritt von Alexis Tsipras als Regierungschef haben die Griechen ein neues Parlament gewählt. Nun kann der Syriza-Chef mit seinem bisherigen Koalitionspartner weiterregieren.

Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte bei seiner Dankesrede auf dem Klafthmonos-Platz in Athen: „Ich danke euch von ganzem Herzen. Dieser Sieg ist ein Sieg des Volkes.“ Die Griechen hätten ein klares Mandat erteilt. „Ich fühle mich gerechtfertigt“.  Und: „Wir haben einen vierjährigen Auftrag erhalten und werden diesen einhalten.“

Zu der Koalition mit Panos Kammenos sagte er: „Ich danke der Anel-Partei und Panos Kammenos. Wir vereinen unsere Fahnen weiter.“ Tsipras bestätigte damit eine Regierungskoaliton mit der Anel-Partei. „Ab Montag krempeln wir die Ärmel hoch und heben die Sonne der Hoffnung über unser Griechenland.“

Die Euro-Staaten hoffen nun , nach der Wahl in Griechenland darauf, dass sich die neue griechische Regierung an die Vereinbarung mit ihren Gläubigern halten wird.

Das offizielle Brüssel hielt sich am Sonntagabend mit Stellungnahmen zurück.

Mit Mut machenden Appellen äußerten sich etwa der Chef der deutschen SPD-Abgeordneten im Europaparlament Udo Bullmann. Die nicht ganz unbegründete Brüsseler Hoffnung lautet, dass die neue Regierung – egal wie sie aussieht – an die Reformvereinbarungen mit den Geldgebern gebunden fühlt.

Entscheidend sei nicht, ob Griechenland künftig von einer linken oder rechten Regierung gelenkt werde, hieß es schon vor der Wahl in der Eurogruppe. Entscheidend sei vielmehr, dass sich in Hellas politische Stabilität einstelle und die neue Regierung die Kraft habe, die mit den Geldgebern vereinbarten Reformen durchzusetzen. Dazu haben sich vor der Wahl alle potentiellen Koalitionsparteien bekannt.

Die griechische Regierung steht in den nächsten 15 Tagen vor schweren Herausforderungen. Alexis Tsipras und sein Koalitionspartner Panos Kammenos müssen bis spätestens 5. Oktober erste Ergebnisse. Die Finanzminister der Eurozone erwarten beim Treffen der Eurogruppe in Brüssel konkrete Zahlen zu den bereits umgesetzten Reformen.

Alexis Tsipras erhofft sich Medienberichten zufolge einen zeitlichen Aufschub.

Von dem Prüfbericht hängt die Auszahlung weitere Milliardenkredite aus dem dritten Hilfspaket (Umfang 86 Milliarden Euro) ab. Die erste Tranche war Mitte August ausgezahlt worden. Griechenland erhielt 13 Milliarden Euro. Damit ist die Finanzierung des Landes bis Anfang November gesichert.

Die Tsipras-Regierung muss zudem weitere Sparmaßnahmen beschließen, um bis Anfang Oktober einen Vorentwurf des Haushaltsplans für 2016 zur Abstimmung ins Parlament zu bringen.

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