Juncker will neuer Quotenregelung vor allem Griechenland, Italien und Ungarn entlasten

Deutschland soll zusätzlich 31 000 Flüchtlinge aufnehmen. Dies sieht ein neuer Vorschlag der EU-Kommission vor, den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker allen Mitgliedsstaaten am Mittwoch vorstellen will.

Demnach sollen insgesamt 120 000 weitere Flüchtlinge aufgeteilt werden. Frankreich soll 24 000 Migranten übernehmen. Dazu erklärte sich Staatschef François Hollande am Montag in einer Ansprache umgehend bereit.

Juncker will mit der neuen Quotenregelung vor allem Griechenland, Italien und Ungarn entlasten – die drei Länder, über die die meisten Flüchtlinge erstmals in die EU einreisen. Viele EU-Staaten, insbesondere aus dem Osten, wehren sich bislang gegen die Zuweisung von Kontingenten.

Unterdessen hat Ungarn Österreich und Deutschland dazu aufgerufen, die Grenzen zu schließen.

Beide Länder sollten „klar sagen”, dass keine weiteren Flüchtlinge mehr aufgenommen werden, ansonsten würden weiterhin „mehrere Millionen” Menschen nach Europa kommen, sagte Ungarns Regierungschef Viktor Orbán (52) am Sonntagabend im ORF-Fernsehen.

Trotz aller Kritik am nicht abnehmenden Flüchtlingsstrom, gab Orbán bekannt, die Flüchtlinge an der umstrittenen Südgrenze Ungarns nicht mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern.

Ein Einsatz von Schusswaffen sei nicht nötig, denn der neue Grenzzaun zu Serbien könne nicht überwunden werden, sagt Orbán dem österreichischen TV-Sender ORF. „Aber jeder, der versuche den Grenzzaun zu überwinden, müsse verhaftet und bestraft werden“, sagte er weiter.

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