Eu-Auffanglager und Registrierungszentren für Griechenland und Italien

Deutschland und Frankreich fordern die Einrichtung von Registrierungszentren für Flüchtlinge in Italien und Griechenland.

Die Registierungszentren sollten in den EU-Staaten entstehen, in denen wegen ihrer geografischen Lage besonders viele Flüchtlinge in die EU gelangten erklärten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande am Montag in Berlin.

Die Lager sollten mit gemeinsamen Personal der EU-Staaten errichtet werden. „Dies muss schnell und noch in diesem Jahr geschehen“, sagte Merkel. „Wir können keine Verzögerung akzeptieren.“

Hintergrund sind auch Klagen, dass Italien und Griechenland die ankommenden Flüchtlinge wegen ihrer hohen Zahl nicht ausreichend registrierten, sondern nach Nordeuropa weiterschickten. Dies wird in deutschen Regierungskreisen als Sicherheitsrisiko angesehen.

Hollande sagte, aus diesen Registrierungslagern sollten dann auch bereits jene Flüchtlinge abgeschoben werden, die keine Aussicht auf ein Bleiberecht oder Asyl haben.

Merkel forderte die EU-Kommission auf, dafür zu sorgen, dass alle EU-Staaten ein Mindeststandard bei der Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge sicherstellten.

Zudem solle eine Liste sicherer Herkunftsstaaten erstellt werden und Flüchtlinge „in fairer Weise“ über die EU verteilt werden.

Beide Länder wollten bei dem Thema gemeinsam agieren, weil es sich um eine sehr große Herausforderung für Europa handele, sagten Merkel und Hollande.

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