Deutsche Bank zeigt ihre eigenen Kunden an

Die umstrittenen Fonds der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim könnte für die reichen Kunden schwerwiegende Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Steuerhinterziehung. Die Anzeige kommt von der Bank selbst.

Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder ermitteln gegen zahlreiche vermögende Kunden der Deutschen Bank-Töchter Deutsche Oppenheim und Sal. Oppenheim.

Die Deutsche Bank löste die Ermittlungen offenbar  selbst aus.

Im Frühjahr 2014 hatte das Institut eine Kanzlei damit beauftragt, steueroptimierte Produkte des Hauses und ihrer Töchter kritisch unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellten die beauftragten Juristen Luxemburger Steuersparfonds in Frage.

In den Jahren 2007 und 2008 hatte die damals noch eigenständige Privatbank Sal. Oppenheim die Fonds an ihre Klienten verkauft.

Die Investoren konnten Geld auf diese Weise in eigens für sie konzipierte Produkte stecken, in denen sie Spekulationsgewinne steuerfrei verbuchen konnten – und zwar auch nach Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009.

Ausserdem  ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen etliche Bankmitarbeiter.

Zwei Oppenheim-Manager sind im Zuge der Affäre ausgeschieden.

Die Deutsche Oppenheim erklärte, dass sie aus rechtlichen Gründen gezwungen war, Meldungen zu machen und es nicht erlaubt war, Kunden vorab zu informieren

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