In Fyrom (Mafidonien) sind Mafia und Polizei immer öfter identisch

Die Flüchtlinge nennen das kleine Land, das sie auf dem Weg nach Westeuropa passieren müssen „Mafidonien“.

Dabei haben die meisten von ihnen kaum etwas über dieses Land gehört.
170 Autokilometer liegen zwischen dem griechischen Grenzort Evzoni und Tabanovce an der Grenze zu Serbien.

Die Etappe durch Fyrom gilt als die gefährlichste auf dem Landweg zwischen der Türkei und Österreich. Jetzt bemüht sich das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR um Ordnung.

Zwischen 2000 und 3000 Flüchtlinge, vor allem aus Syrien und Afghanistan, aber auch aus Somalia kommen nach Schätzungen inzwischen täglich über die Grenze in das Land mit seinen 2 Millionen Einwohnern. In Empfang genommen werden sie in der Grenzstadt Gevgelija von einem regen Schleppermarkt mit vielen Kriminellen aus aller Welt.

Angeboten werden Taxis, Fahrräder, Plätze im Zug sowie für die beinahe Mittellosen auch Tipps für Fußreisen.Hinter den Angeboten stecken oft Betrug und Raubüberfälle.

Ein Iraker aus Mossul berichtet, er habe sich mit einer ganzen Gruppe von Landsleuten einem Sudanesen anvertraut, der ihnen einen LKW-Transfer nach Serbien angeboten habe. Der Mann, mit einer Kalaschnikow bewaffnet, habe ihnen alles abgenommen,

Häufig sind Erzählungen von Flüchtlingen, die 3000 Euro für die Fahrt nach Österreich im Güterwaggon bezahlten, dann aber nach wenigen Hundert Metern auf ein Abstellgleis geschoben wurden. Von der Polizei ist zu hören, sie schaut weg und stecke mit den kriminellen Schleppern sehr oft unter einer Decke.

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